10 politische Fragen und meine Antworten #ichgehwählenchallenge2017

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Auf Instagram hatte Kea zu einer Challenge aufgerufen, die eine kleine Einstimmung auf die bevorstehende Bundestagswahl sein sollte. An zehn Tagen wurden mit zehn Fotos zehn politische Fragen beantwortet, die Kea zuvor gestellt hatte. Was dabei herausgekommen ist, könnt ihr auf meinem Instagram-Account  nachlesen. Doch ehrlich gesagt: Ich habe es nicht geschafft, alle Fragen auf Instagram zu beantworten – vor allem, weil dann irgendwann aktuelle Reisefotos dazwischen kamen. Deswegen gibt es in diesem Artikel alle Antworten auf einmal für euch.  Auch wenn die Challenge mittlerweile vorbei ist, fände ich es toll, wenn ihr mir eure Meinung zu allen oder einzelnen Themen in den Kommentaren hinterlasst!

1. Demokratie bedeutet für mich… gemeinsame Grundwerte in einer Gesellschaft zu teilen und diese zu schützen. Sich gemeinsam weiterzuentwickeln und eine Zukunft zu gestalten, die alle Bürger einschließt und jedem gleiche Chancen eröffnet. Für mich bedeutet Demokratie Dialog und Diskussion, das Aufeinanderprallen verschiedenster Meinungen, das Zusammenleben unterschiedlicher Individuen, das auf Kompromissen und gegenseitigem Respekt beruht. Ich bin dankbar, in ihr aufgewachsen zu sein und nichts anders zu kennen. Demokratie funktioniert nur mit Bürgern, die sie schätzen und für sie kämpfen – ich hoffe, das vergessen wir niemals.

2. PolitikerInnen solllten… transparent arbeiten, sich um ihre Wähler und deren Beteiligung an der Demokratie bemühen. Sich allen Fragen stellen und sich am Gemeinwohl orientieren, auch über Parteigrenzen hinweg. Auch wenn das in unserem System der Berufspolitiker vielleicht schwierig sein mag, wünsche ich mir trotzdem, dass ihr Fokus immer auf der Politik an sich und nicht auf die persönliche Wiederwahl gerichtet ist.

3. Wählen ist wichtig, weil… es einer der mächtigsten Wege für uns als Bürger ist, die Zukunft unseres Staates zu gestalten. Es ist ein Privileg, das wir schätzen, nutzen und fördern sollten. Wer nicht wählt, verschenkt schlicht und einfach seine Stimme. Derjenige entzieht sich damit auch nicht seiner Verantwortung, sondern nutzt sie nur leichtfertig: Auch als Nichtwähler bist du dafür verantwortlich, wer unser Land als nächstes regiert. Schließlich hast du dadurch deine Wahl anderen freiwillig überlassen.

4. Ein wichtiges politisches Thema für mich ist… Bildung. Weil es mich aktuell natürlich noch sehr stark betrifft, aber auch weil ich denke, dass Bildung schlichtweg die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft bildet und die Lösung für sehr, sehr viele andere Probleme in unserem Land sein kann.

 

 

5. Politik bei uns Zuhause war/ist… ein Auslöser für Diskussionen, Teil von Gesprächen am Mittagstisch oder abends während der Tagesschau. Mir wurde von Zuhause aus vermittelt, dass Politik wichtig ist, auch im Privaten. Dass es wichtig ist, mich zu informieren und mir eine eigenen Meinung zu bilden. Und dafür bin ich sehr dankbar.

6. Ich bin (nicht) politisch engagiert, weil… Diesen Halbsatz konnte ich nicht so einfach fortführen. Ich bin in keiner Partei und habe aktuell auch nicht vor, in nächster Zeit einer Partei beizutreten. Politisches Engagement beschränkt sich meiner Meinung nach aber nicht nur darauf, sondern auf politische Dialoge und politisches Bewusstsein. In dieser Hinsicht würde ich mich also durchaus als engagiert beschreiben, weil es meiner Meinung nach das ist, was unsere Demokratie am Leben erhält. Trotzdem möchte ich noch viel mehr tun und versuche meinen eigenen Weg dafür zu finden.

7. Hier tausche ich mich über Politik aus: Egal ob beim Abendessen, in der Uni, abends in der Bar oder auch einfach nur nebenbei. Am schönsten ist es doch, wenn politische Diskussionen ganz spontan entstehen, aus einer Situation oder einem Gedanken heraus. Politik dreht sich ja schließlich nicht nur um Politiker, Namen oder einzelne Gesetze, sondern um so viel mehr, das unseren Alltag bestimmt. Und ich bin mir sicher, dass viele, die meinen, nicht über Politik zu reden, es trotzdem sehr oft tun, ohne es zu merken. Politik ist nichts Abgehobenes, sondern etwas sehr Reales, Handfestes. Vielleicht gerät das zu oft in Vergessenheit.

 

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8. Meine Gedanken über hatespeech: Dass Hatespeech ein großes Thema unserer Zeit ist, ist wohl unumstritten. Für uns ist das Internet mittlerweile wie eine zweite Welt, in der wir uns als Zivilgesellschaft auch an Regeln und Gesetze halten müssen, um ein gutes Miteinander zu führen. Statt aber Firmen wie Facebook und Twitter dazu zu zwingen, Inhalte schneller zu löschen (wie es Heiko Maas Gesetz zu dem Thema vorschlägt), fände ich es viel wichtiger, Hasskommentatoren gerichtlich zu verfolgen. Es muss klar werden, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, in dem schwere Beleidigungen und Hetze nicht nur „nicht akzeptiert“ werden, sondern auch geahndet werden. Außerdem finde ich es es sehr schwierig zu beurteilen, inwiefern mit so einem Gesetz die Meinungsfreiheit eingeschränkt werden würde.

9. Diese/n PolitikerIn finde ich gut, weil… Noch eine Frage, die ich nicht ganz so einfach beantworten kann, weil ich mich nicht auf eine Person beschränken möchte. Als letztes ist mir jedoch Claudia Roth positiv im Gedächtnis geblieben, die ich auf einer Podiumsdiskussion gesehen und von ihrer Argumentationsweise, ihrem Auftreten und ihrer Haltung sehr überzeugt war. Sie ist für mich eine der Grünen, die die Politik der Partei auf eine realisierbare Basis lenken und damit für mich persönlich wählbar machen.

10. Von der zukünftigen Regierung wünsche ich mir…, dass sie es schafft, ihren Fokus auf soziale Förderungen zu legen, ohne uns Bürger gleichzeitig zu bevormunden und stärker in unserer persönlichen Freiheit einzuschränken.

 

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