Allgemein

{Personal} Wie man in 3 Monaten zum Hundefreak wird.

Am 23.Mai ist er bei uns eingezogen. Ein kleines Wollknäuel mit großen blau-braunen Augen und diesem Blick mit dem er uns von Anfang an um den Finger gewickelt hatte.
Ich möchte euch heute unser neues Familienmitglied vorstellen, meinen neuen Wecker, Fitnesstrainer für die ganze Familie und natürlichen Staubsauger. Ehrlich gesagt habe ich mich immer etwas über die ganzen Hundeverrückten da draußen gewundert, die, die ihren Hunden maßgeschneiderte Halsbänder oder Umhänge kaufen. Die, deren bester Gesprächspartner vier Beine hat. Und ich geb´s zu, mittlerweile erwisch ich mich immer öfter dabei vor meinem Hund zu sitzen und Monologe zu führen, in Ich-spreche-mit-einem-Kleinkind-Sprache zu reden oder mich eine halbe Stunde lang neben ihn auf den Teppich zu legen. Trotzdem hoffe ich, dass ich noch nicht zum Hundefreak mutiert bin oder dass man mir das wenn doch wenigstens nicht ansieht.
Um den Eindruck jetzt nicht doch noch zu erwecken, kommt hier jetzt kein Liebesgeständnis an das kleine Wollknäuel (das mittlerweile gar nicht mehr so klein ist), sondern nur ein Fotomonsun, damit ihr mich vielleicht ein klitzekleines Bisschen versteht und ich etwas mit dem süßen Kerl an meiner Seite angeben kann.

sammy1sammy4sammy2K800_DSC_0985

1/2 {roomtour} & “was wurde eigentlich aus dem Frühjahrsputz?!”

Ich hab euch ja in einem meiner letzten Posts schon mal gezeigt wie mein Schreibtisch aussieht, da ich da ja gerade in Frühjahrsputzlaune war. Tatsächlich hab ich da aber gar nicht so viel verändert, sondern eher im anderen Teil meines Zimmers ein bisschen umgestellt, ein paar neue Möbel dazugekauft und versucht den Platz so gut wie möglich zu nutzen.
Die weiße Kommode ist zum Beispiel neu und auch die kleinen Kisten unter der Kleiderstange. Ich hatte nämlich jetzt circa ein halbes Jahr lang nur die Kleiderstange mit einem Korb darunter für meine ganzen Kleider gehabt und als die dann schon fast zusammengebrochen ist, dachte ich es wäre mal ganz gut da etwas zu ändern.
Ich bin also mit meiner Mama zum Ikea gefahren und wir haben einfach mal ein bisschen Zeug gekauft, was zur Aufbewahrung ganz gut ist. Die weiße Kommode ist zum Beispiel wirklich mega praktisch für mich, da sind jetzt alle meine Hosen und viele T-Shirts und Pullis drin. Auf die Kleiderstange kommen jetzt nur noch Blusen, Jacken oder eben Sachen, die ich ziemlich oft anziehe.

12

Die Scratchmap-Karte im Hintergrund hatte ich mir schon vor längerer Zeit gekauft, weil ich sie bei Stef von magnoliaelectric so cool fand. Noch ist leider nicht allzu viel abgekratzt aber das soll sich natürlich noch ändern!
Rechts an der Wand hängen meine Ketten und Armbänder an diesem Aufhänger in Schlüsselform, den habe ich einmal bei Zara Home gefunden.

3 4

Das einzige, was mir an diesem Teil meines Zimmers noch nicht so ganz gefällt ist mein Bett. Das gehört nämlich noch zu den Möbeln, die ich beim Renovieren vor einem Jahr behalten habe. Das ist eigentlich auch mehr ein Schlafsofa als ein Bett und nicht besonders groß. Das stört mich aber gar nicht so, außerdem habe ich auch keine Lust extra ein neues zu kaufen und das alte zu verkaufen und der ganze Kram eben. Aber ich dachte daran es ein bisschen aufzuhübschen mit einigen Kissen und einer neuen Bettwäsche. Momentan habe ich allerdings noch keine gefunden, die mir gefallen hat (ich glaub ich bin da bisschen schwierig haha).

collage

Die drei auf dem Bild oben habe ich bei bonprix gefunden und vor allem die blaue oben links gefällt mir recht gut. Ich werde aber wohl trotzdem noch mal ein bisschen stöbern und schauen welche ich mir dann doch letztendlich zulege. Meint ihr eine von den dreien würde in mein Zimmer passen? Wär super wenn ihr mir etwas helfen könntet!

Chiemsee Summer 2014 // “remember this moment for the rest of our lives”

Eines der kleinen Sommerferienabenteuer, zwei Tage weg und mal was ganz Neues erleben. Macklemore sagte während seinem Konzert, dass man sein erstes Festival niemals vergessen werde, weil es etwas ganz besonderes war. Und auch wenn wir erstmal das Einsteigerpaket mit nur einer Übernachtung gewählt hatten, haben wir so viel Neues kennengelernt, so viel zum ersten Mal getan. Zum ersten Mal alleine mit dem Auto so “weit” weggefahren, zum ersten Mal im Schlamm eingeparkt (und das auf die linke Seite!), zum ersten Mal mindestens 3 oder 4 km vollkommen vollgepackt marschiert, zum ersten Mal ein Zelt aufgebaut (bzw. aufbauen lassen haha), zum ersten Mal zwei Tage durchgehend in Gummistiefel rumlaufen und vielleicht sogar zum Reggaefan werden.

Also wie schon gesagt hatten wir nur ein Tagesticket mit einer Nacht Zelten gebucht, was für uns okay war da wir ja sowieso nur ca. 2 Stunden Anfahrt hatten. Wir sind also hier morgens um halb 10 los, haben beim Bäcker ein spätes Frühstück geholt und dann beim Rewe noch schnell alles Wichtige gekauft (am Tag davor war leider Feiertag): Chips, Cookies, Tetrapacks (im Internet stand nämlich, dass man keine Glas-oder Plastikflaschen mitnehmen darf – kontrolliert wurde dann aber doch nicht), Müllsäcke, Mini-bananen, Hanutas und Caprisonne.
Und dann ab auf die Autobahn und los gings! ( wie ihr erkennt sind die meisten Bilder mit Snapchat gemacht, wurden aber bis auf das erste nie an unsere Freunde abgeschickt, weil wir kein Internet hatten.)

1

Als wir dann von der Autobahn runterfuhren, haben wir nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem überall bekannten Fastfoodrestaurant das Campinggelände gesucht. Wir sind jedoch erstmal mindestens 3 Mal durchgefahren bis wir irgendeine Idee davon hatten, wo was sein könnte. Dann haben wir einen netten Polizisten gefragt, der uns dann erklärte wo wir parken könnten. Das war so nach einer Stunde ungefähr.
Wir also zum Parkplatz gedüst, J. hat lässig eingeparkt und dann mal irgendeinen seltsamen Typ im Campingstuhl mit Bierdose in der Hand nach dem Weg gefragt.
Der meinte ja, das sind zwei Kilometer bis zur Bändchenausgabe (zu Fuß). Das fanden wir schon weit, aber hey, es war eigentlich noch viel weiter! Zum Glück trafen wir so einen Jungen auf dem Fahrrad, der sich wohl was damit dazuverdient, das Gepäck für die Festivalbesucher rumzufahren. Nachdem wir ihn von 10€ auf 5€ runtergehandelt hatten, radelte er auch schon gleich los – und wir im Stechschritt hinterher.
Achja damit ihr das mit dem Shuttlebus versteht: Eigentlich hatte der Polizist gesagt, dass bei dem Parkplatz gleich ein Shuttlebus wäre, den haben wir aber nie gefunden und der Typ im Campingstuhl hat nur gelacht als wir ihn danach gefragt haben….Snapchat-20140816123749

5

Nachdem wir nach der Bändchenausgabe nochmal bestimmt einen Kilometer ohne unseren persönlichen Shuttlebus zurückgelegt hatten, eine halbe Stunde von dem Securitytypen vollgequatscht worden waren, endlich einen freien Zeltplatz gefunden hatten und uns gerade ans Zeltaufbauen machen wollten, fielen wir beide in Ohnmacht.

Okay ganz so krass war es vielleicht nicht, aber J. fiel genau in dem Moment auf, dass wir die Zeltstangen im Auto vergessen hatten. Zur gleichen Zeit fing es auch so richtig zu regnen an. Also haben wir das ganze Zeug in riesengroße Müllsäcke gepackt und ich hab es mir in meiner Regenjacke erstmal gemütlich gemacht, während J. zu ihrem Marathon aufbrach.
In der Stunde (!) in der sie weg war, passierte zunächst nicht viel, außer dass mich die vorbeistapfenden Leute entweder sehr verwundert, belustigt oder mitleidig ansahen.
Doch dann rannte auf einmal ein lebender Müllsack auf mich zu. Eigentlich war es ein Typ in so einem Regenumhang und der schrie mir zu: “Du, warum ist dein Zelt noch nicht aufgebaut? Da kommt gleich ein Unwetter!” (das kam übrigens nicht, aber er hat erstmal den ganzen Zeltplatz in Panik versetzt.)
Ich (gerade dabei einen durchgeweichten Cookie zu essen): “Äh ja wir haben die Zeltstangen vergessen…”
Nachdem er sich vorgestellt hatte, die Situation als scheiße bezeichnet und mir seine momentane Lebenssituation erklärt hatte, führte er mich zu irgendeinem Zeltpavillon von irgendwelchen Leuten mit den Worten : “Die sind nett, geh da einfach hin!” Und da saß ich dann, auf meiner Picknickdecke inmitten von irgendwelchen Leuten, die mir von ihrem Leben erzählten, den verdammten Bohneneintöpfen die sie gestern gegessen hatten und die wohl der Auslöser für den Gestank im Zelt waren.Snapchat-20140816032931

Später stand dann irgendwann auch unser Zelt und wir besichtigten mal das Festivalgelände. Hörten einige coole Bands und obwohl ich Reggae echt nicht als meine Musikrichtung bezeichen würde, fand ich manche wirklich gut!
Shaggy und Macklemore, die Konzerte zu denen wir vor allem wollten, waren das alles echt wert. Ich finde, dass die Songs von Macklemore&Ryan Lewis im Radio teilweise echt schon totgehört wurden, aber live war das etwas ganz anderes. Macklemore hat ihnen irgendwie viel mehr eine Bedeutung gegeben und man hat gemerkt, dass das nicht nur im Studio einfach so zusammengemischt und vermarktet wird, sondern da doch interessante Menschen dahinterstecken. Vielleicht ist das ein bisschen zu viel hineininterpretiert, aber für mich kam das einfach so rüber.

6

Der Abschluss unseres kleinen Abenteuers war dann unser Frühstück am nächsten Tag. Eigentlich wollten wir total cool brunchen gehen und das am besten irgendwo direkt am See. Wir fanden dann nach ewiger Rumfahrerei und Rumlauferei auch ein “Café”. Als wir saßen fing auf einmal direkt neben uns eine Band an zu spielen, deren Durschnittsalter vielleicht bei 65 lag. Uns fiel auf, dass die anderen Gäste auch nicht wirklich jünger waren.
Letztendlich stellte sich heraus, dass wir in eine Siegerehrung eines Seniorensegelvereins geplatzt waren, in einem Café direkt neben dem FKK-Strand mit einer Bedienung, die unfreundlicher nicht hätte sein können und mit der Speisenauswahl von zwei Gerichten: entweder ein 1/2 Hendl mit Kartoffelsalat oder Weißwürst mit Semmel. So lässt sich´s ordentlich frühstücken.