Das waren die Blogposts, die ihr 2017 am liebsten gelesen habt

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2017 war ein Jahr, in dem sich vieles verändert hat. Für mich persönlich, aber auch für euch, hier, auf diesem Blog. Viele von euch lesen meine Texte vermutlich erst seit diesem Jahr und haben ihn in den vergangenen Monaten langsam kennengelernt. Ihr alle habt bestimmt gemerkt, dass es vor allem ab der Hälfte des Jahres anfing, wieder etwas mehr Artikel zu geben. Mehr Inhalte, mehr Bilder. Weil ich glaube, endlich verstanden zu haben, wie mein Blog sein soll. Welche Themen auf ihm zu finden sein sollen. Ihr seid mitgezogen und habt mich unterstützt – und dafür möchte ich mich bei euch allen mit ganzem Herzen bedanken. Ihr seid toll <3

Damit ihr vielleicht einen kleinen Einblick hinter die Kulissen bekommt oder auch nur das letzte Jahr auf meinem Blog Revue passieren lassen könnt, zeige ich euch, welche Artikel ihr 2017 am liebsten gelesen habt. Die ersten vier Plätze belegen allesamt Artikel, die das Thema Reisen mit einer Gesellschaftskritik vereinen – hier hatte es euch vor allem Australien angetan. Besonders gefreut habe ich mich, dass ein sehr politischer Artikel gleich den nächsten Platz belegt und auch die restlichen Texte weitestgehend politisch oder gesellschaftskritisch angehaucht sind. Aber seht selbst:

1. Australien, das Gute-Laune-Paradies? Die grausame Seite hinter der Fassade

“(…)Es tut mir leid, aber: Australien, du hast mich unglaublich enttäuscht. Vor allem, da es besonders deine Bewohner waren, die ich so sehr schätzen gelernt habe, kann ich nicht verstehen, wie die Regierung dieses liberalen Staates solche Methoden durchführen kann. Wo sind die Proteste, die Demonstrationen? Sie sind zu klein, zu schwach, zu wenige. Eine Sache, die habe ich dadurch begriffen: Die Angst derer, die bereits im Paradies sitzen ist so viel mächtiger als die derjenigen, die die Hölle durchleben.”

2. Ach, du warst also auch in Australien…?

“Ja, mich nervt das. Mich nervt, dass so oft, so schnell und ohne darüber nachzudenken, Menschen und Ereignisse auf einen bestimmten Gedanken reduziert werden. Mich nervt es, dass eine einzige Erzählung dazu führt, in eine Schublade gesteckt zu werden. Immer wieder, erwartungsgemäß.(…)”

3. Ich bin hier fremd

“Diese Blicke auf mir, direkt und unverhohlen, auf mein Haar, in meine Augen, auf meine Kleidung. Ich bin hier fremd, merke ich. So deutlich, wie ich es tatsächlich noch nie in meinem Leben erfahren habe, wie ich es einfach nicht kenne. (…) Das hier ist beklemmend und ungewohnt. Ich bin hier fremd.”

4. Luxusprobleme? Wie ich auf Bali mein gesamtes Gepäck verlor

“Das Gepäckband läuft und läuft, immer weniger neue Koffer rollen auf das Band. Vor einer halben Stunde konnten wir immer nur mit Mühe und auf Zehenspitzen die einzelnen Gepäckstücke sehen, weil sich alle Wartenden in einem riesigen Pulk vor dieses Band gestellt hatten und nach und nach Koffer in Folie und riesige Kisten eilig herunterhoben. Kein einziger Rucksack in Sicht. Und doch hofften wir bis zu dem Moment, als das Band stoppte, unsere Rucksäcke würden noch kommen. (…) Dann: Szenenwechsel.”

5. Wir, die Merkel-Generation: Zeigen wir jetzt, was wir können!

“Es ist schon seltsam, wie wir irgendwie gefangen sind in in diesem Strudel aus junger Revolution, aus dem Aufbegehren gegen Konservatismus, alte Regeln, verstaubte Politik – und gleichzeitig dem Wunsch nach angenehmer Ruhe in dieser Welt, in der wir alle viel zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind. Weil schon wir allein viel zu viel sind, dass wir uns selbst finden, selbst verwirklichen, unseren Platz finden ohne in der unendlichen Weite unterzugehen. Die Weltpolitik kann Angst machen, unberechenbare Akteure und große Konfliktherde rücken laufend in die tägliche Berichterstattung. Und da ist es doch schön, wenn alles gut weiterläuft, so wie es ist. Uns geht’s gut, wir können chillen. Oder?(…)”

6. Bin ich eine Feministin?

“(…)Ich möchte einzig und allein, dass Zukunft Gleichheit bedeutet. Fairness. Gegenseitige Anerkennung. Dass wir an einem gemeinsamen Punkt starten und zwar mit den gleichen Chancen. Wir sind die Generation, die das richtig machen kann: Im Job, im Alltag, im Freundeskreis. In kleinen Gesten, in unserem Denken, unserer Einstellung und gegenseitigem Respekt. Wenn wir wissen, wer wir sind und wie wir sein wollen, dann können wir gemeinsam viel Ungleichheit ausgleichen. Für alle Geschlechter.”

7. Wir, die Self-Care-Generation

“(…)“Self Care” ist kein Modebegriff, er ist viel mehr als das. Er ist der Begriff einer Generation, die verstanden hat, dass mentale Gesundheit weder der Normalfall noch pures Glück ist, sondern Arbeit. Achtsamkeit. Selbstliebe. Und dass genau das die wichtigste, aber vielleicht auch die größte Herausforderung deines Lebens ist.”

8. Weg mit all dem, was mir die Luft zum Atmen nimmt

“Ich stehe gerade in einer leeren Wohnung mit vier kahlen Wänden. Und einigen Kartons vor mir. Versuche mir vorzustellen, wie ich diesen innerhalb der nächsten Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre Leben einhauchen werde. Es ist, als säße ich an meinem Schreibtisch, vor mir nur ein leeres Blatt und ich müsste mich entscheiden, wie ich aus diesem Blankopapier ein Kunstwerk mache. (…)”

9.  Zwei Jahre später: Berufsorientierung? Danke für nichts!

“(…)Es gibt so viele Wege, erfolgreich zu sein. Und es gibt so viele Arten, Erfolg zu messen. Wer etwas schaffen möchte, wer sich für Dinge interessiert, sich ausprobiert – der findet seinen Weg. Und – das ist meine Meinung – Pausen, Auslandsaufenthalte oder auch einfache Minijobs bringen uns dabei so viel weiter als das Folgen irgendwelcher Jobratgeber oder Broschüren. Schließlich leben wir ein Leben – und keinen Lebenslauf. “

10. Personal: Untergehen

“Es erscheint mir so unvorstellbar, dass das funktioniert. Dass wir alle, so unterschiedlich wir auch sind, so unterschiedlich unsere Sicht auf die Welt, wir jeden Tag parallel leben können. Wir wissen nichts voneinander, wir könnten es gar nicht, wir sind einfach da, koexistieren. Verstehen die anderen vielleicht nicht, müssen es nicht, wollen es nicht, können es nicht.(…)”

Wenn ihr mir jetzt auch noch verratet, welcher Artikel euer persönlicher Favorit war, gebt ihr mir das schönste Feedback zum Abschluss des Jahres… 

 

Die Fotos hat Julia Bischoff schon vor einigen Wochen von mir gemacht <3

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