#Heimkommen: Auf diese acht Dinge freue ich mich ganz besonders

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Während ihr diesen Text lest, befinde ich mich wahrscheinlich bereits über den Wolken und auf dem Weg Richtung Heimat. Ganze 104 Tage waren wir nun unterwegs: Im turbulenten Singapur fing es an, dann ging es in das wunderschöne Neuseeland und letztendlich verbrachten wir noch zwei Monate in dem warmen, aufregenden Australien. Eine lange Zeit, die ich sehr genossen habe und irgendwie jetzt schon vermisse. Trotzdem gibt es aber auch eine ganze Menge an Dingen, auf die ich mich zuhause ganz besonders freue und die mir den Abschied hier sehr viel leichter machen.

heimkommen

Familie, Freunde & meinen Hund

Das ist wohl das Offensichtlichste und sicherlich auch verständlich. Normalerweise sehe ich diese Menschen schließlich jeden Tag – und jetzt seit drei Monaten nicht mehr. Man kann durch Whatsapp, Skype & Co. ja glücklicherweise sehr gut Kontakt halten und das macht das Ganze nicht ganz so schwer. Trotzdem freue ich mich darauf, alle wieder sehen zu können und in vielen Gesprächen die Zeit wieder aufholen zu können.

Mein Bett

Nach einigen Nächten auf einer dünnen Matratze in einem kleinen, engen Camper sehnt sich bestimmt jeder nach seinem eigenen Bett. Mal abgesehen von den ganzen Bröseln, Ästen und kleinen, krabbelnden Tierchen, die sich hier tummeln, liegt man auch nicht gerade wie auf Federn.  Mittlerweile haben wir schon eine Art “Bettausschüttel-Wahn” entwickelt, um in einem einigermaßen sauberen Bett einschlafen zu können.
Doch es gibt etwas, das ich in meinem eigenen Bett bestimmt ganz schnell vermissen werde: Die Tür aufzuschieben und über dem Meer die Sonne aufgehen zu sehen…

Duschen: Wann, wie und solange ich will

Etwas, an das man am Anfang vielleicht gar nicht denkt, wenn man zu einem solchen Abenteuer aufbricht: Wer Geld sparen will, muss leider auch an Duschen sparen. Kostenlose Campingplätze findet man zur Genüge – warme Duschen kann man hier aber natürlich nicht erwarten. Irgendwie konnten wir zum Glück immer irgendwo eine Dusche finden, um uns wieder frisch und menschlich zu fühlen. Sich aber in die Duschen für Truckfahrer zu schleichen oder die eiskalten Kabinen am Strand zu benutzen, ist aber wirklich nicht ansatzweise ein Vergleich zu einer ausgiebigen, warmen Dusche zuhause – die man solange genießen kann wie man möchte.

Alltag

Mag komisch klingen, ist aber tatsächlich so. So sehr ich es genieße, in den Tag leben zu können, keine Termine zu haben und immer dort sein zu können, wo ich möchte – vermisse ich es trotzdem, einen Alltag zu haben. Dinge erledigen zu müssen, Aufgaben vor sich zu haben und Neues zu lernen. Ja, bestimmt werde ich mich schon sehr bald nach dieser unbeschwerten Zeit hier zurücksehnen. Trotzdem bin ich gerade unglaublich motiviert, neue Aufgaben vor mir zu haben und freue mich richtig darauf, im Herbst mit meinem Studium zu beginnen! Hoffen wir mal, dass dieses Gefühl ein bisschen anhalten wird…

Wlan

Gerade wenn man versucht, während seiner Reise einen Blog zu führen, ist das ein besonders nervenaufreibender Punkt. Ständig ist man auf fremdes Wlan angewiesen, welches häufig nicht so funktioniert, wie man es eben gerne hätte.

Shoppen

Nicht, dass ich zuhause gleich in einen Konsumwahn ausbrechen werde beziehungsweise werden möchte. Aber wer am anderen Ende der Welt sitzt und trotzdem noch sämtliche Fashionblogs aus der Heimat liest, merkt ziemlich schnell, dass das keine gute Idee ist. Offshoulder-Blusen, Jeansröcke oder Latzhosenkleider mögen zwar in Deutschland gerade voll im Trend und in jedem Shop zu finden sein – in Australien allerdings nicht. Hier gibt es in den Läden jetzt nämlich bereits warme Pullover und dicke Mäntel, da hier bei 25 Grad gerade der Winter einbricht…

Alleine sein

Egal ob beim Kochen oder auf dem Klo: Irgendwie bist du nie (oder nur sehr selten) allein. Fremde Menschen wuseln laufend um dich herum – und viele von ihnen kennenzulernen ist ja etwas sehr Schönes. Trotz allem freue ich mich darauf, einfach auch mal in mein Zimmer gehen und meine Tür zumachen zu können. Manchmal braucht man eben einfach auch etwas Zeit für sich.

Richtige Gerichte kochen

So gut mittlerweile einige unserer Campinggerichte werden, freue ich mich doch auf unsere Küche zuhause. Mehr als eine Kochplatte, einen Ofen, eine Mikrowelle und viele andere nützliche Dinge griffbereit zu haben, bietet logischerweise viel mehr Möglichkeiten, um lecker und abwechslungsreich kochen zu können.
Achso, der Gedanke an einen immer vollen Kühlschrank (danke, Mama!) ist natürlich auch sehr verlockend…

Was ich bei dem Schreiben dieses Artikels gemerkt habe? Viele Dinge, die eigentlich immer selbstverständlich für mich waren (Duschen, leckeres Essen, Wlan,… – typische #firstworldproblems) sind auf einmal viel wertvoller für mich geworden. Aber genauso gibt es auch vieles, das nicht an materielle Standards gebunden ist oder nicht unbedingt etwas mit dem aktuellen Lebensstandard zu tun hat. Alles in allem ist es wahrscheinlich einfach dieses Gefühl, heimzukommen.

5 Comments

  1. Jean says:

    Liebe Anna,
    bei deinen Berichten kann man das, was du so erzählst, echt hautnah miterleben ;) Du nimmst kein Blatt vor den Mund und das mit den Krabbeltierchen und Trucker-Duschen bleibt somit in Erinnerung ;)
    Liebe Grüße und gute Heimreise, Jean
    http://jean-abovethelcouds.com

    1. ANNA says:

      Danke, liebe Jean – das ist ein tolles Kompliment und freut mich riesig! :)

  2. Pia von Hein says:

    Hi Anna !
    Ich bin momentan auch in Australien, bzw du warst es ja. :D Ich kann mich deiner Liste nur anschließen, diese Dinge gehören auch zu meiner Liste, die ich sehr vermisse. :) Besonders mit den Tierchen, gerade vor einer Stunde hab ich einen total fetten Käfer in meinen Zimmer gesehen, der sogar noch in meine Kleiderschrank geflogen ist ! Gleich erstmal Papa angerufen, zur Ablenkung. :-D Und wie viele Nächte ich hier schon wegen solchen Tieren wach, war will ich gar nicht zählen. Naja genug von mir.
    Trotzdem hat mir dein Post sehr gut gefallen ! :)
    Liebe Grüße Pia :)

  3. Tabea says:

    Wenn ich länger weg war, dann freue ich mich auch immer total auf zu Hause – manchmal schon nach wenigen Tagen. Mein Bett und unser Badezimmer mit der Dusche sind bei mir auch ganz weit oben auf der “schönes Gefühl”-Liste. In fremden Badezimmern und Betten fühle ich mich irgendwie immer ein kleines bisschen unwohl… ganz egal ob die top gepflegt sind (dann fühle ich mich eingeschüchtert) oder etwas heruntergekommen (dann ekele ich mich zu Tode) ;).
    Auch die Sache mit dem Wlan kann ich gut verstehen… ich leihe mir für Urlaube immer die Sim-Karte meiner Mutter, da die einen Internetvertrag hat… aber nur am Handy surfen ist halt echt doof und dann bin ich richtig froh, wenn ich meinen Blog vernünftig am Laptop pflegen kann. Denn die Bloggerapp ist echt nicht das Wahrste, finde ich.

    Den ganzen Tag Gesellschaft zu haben, laugt mich immer total aus. Daher sind Klassenfahrten auch immer eine enorme Belastung für mich – man darf ja nie allein irgendwo hin. Und aktuell genieße ich meine allein-Zeit auch, obwohl ich die schon seit Monaten regelmäßig habe :)

    Aber es ist doch echt schön zu hören, dass du solche alltäglichen Dinge jetzt eine Weile lang wieder mehr schätzen wirst. Das macht dich hoffentlich zusätzlich zu all den anderen netten Dingen glücklich :)

    Danke für dein Kommentar und das Kompliment! Ich hoffe, du konntest ein paar Artikel finden, die dich interessiert haben :)

    Liebe Grüße

  4. Carina says:

    Wenn man mal weg von zuhause war, lernt man Dinge, die einfach ganz normal waren, viel mehr zu schätzen :)
    Kann das absolut verstehen, da ich auch mal drei Monate nach dem Abitur auf Reisen war. :)
    xx Carina von the golden avenue

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