Es geht wieder los…

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Ich sitze hier, auf meinem Fußboden, umringt von Klamottenhügeln, Kabeln, Büchern und vielen anderen Dingen, die ich schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen habe. Unter anderem: Mein Rucksack. Ganz hinten aus der dunkelsten Kellerecke habe ich ihn gestern gezogen, dabei die Augen ganz fest zugekniffen, um jede eventuell vorhandene Spinne nicht sehen zu müssen. Aus dem Bettlaken, in dem er aufgrund von Staubschutzgründen vorsorglich eingepackt war, befreite ich ihn. Größer hatte ich ihn in Erinnerung gehabt. Oder doch kleiner?

Auf jeden Fall sitze ich nun hier, mit ihm, meiner Lieblingsplaylist und diesem ganzen Zeug um mich herum. Es geht wieder los. Morgen. In weniger als 10 Stunden sitze ich schon im Flugzeug und hebe ab. Wieder. Ich weiß noch, als ich nach dem Check-In vor dem Flug nach Neuseeland, diesen Post veröffentlichte. Weil ich ihn tatsächlich nicht vorgeplant hatte, sondern bewusst mit dem überforderten Flughafen-Wlan die Seite aufrief und den Button drückte, veröffentlichen. Das Ganze fühlt sich jetzt etwas anders an: Damals war der Flug ans andere Ende der Welt auch ein Flug in eine neue Zeit, einen neuen Abschnitt, ein riesiges Abenteuer, das der Beginn vieler weiterer werden sollte. Der Flug heute ist der in eine Auszeit, einen Monat komplette Freiheit und ein Abenteuer, das bereits ein sichtbares Ende hat. Und trotzdem: Diese unbändige Vorfreude ist wieder da, schon seit Tagen, aber jetzt ganz besonders. Auch mit diesem anderen Gefühl, dem, das immer ein bisschen auf den Magen drückt, am Abend davor. Manchmal auch noch am Morgen, auf dem Weg zum Flughafen. Aber das dann so schnell verschwindet, wenn ich unterwegs bin. Und nur dann wiederkommt, wenn es mal nicht so schöne Tage gibt. Denn auch die gehören zu langen Reisen, das habe ich vor einem Jahr schon gelernt.

Aus diesen Gedanken da oben könnt ihr wahrscheinlich nicht so viel herauslesen. Ich gebe zu, es klingt ein wenig wirr, was wohl auch an der Uhrzeit liegen dürfte und an dem Chaos, das um mich herum herrscht. Manchmal ist es sehr unvorteilhaft, wenn die Ideen zum Schreiben genau in den Momenten kommen, wenn ich eigentlich gerade gar keine Zeit dafür habe. So wie jetzt. Und wenn ich mal einen guten Schreibfluss gebrauchen könnte, bleibt er natürlich aus (Wink an meine Hausarbeit, die ich gestern in letzter Sekunde noch fertig bekommen habe…). Die Packliste hab ich geschrieben. Das Problem ist nur, dass ich so viel lieber Listen schreibe, als sie dann abzuarbeiten. Mein Rucksack wiegt jetzt 12 Kilo, die ich für die nächsten vier Wochen auf meinem Rücken herumtragen werde. Zu wenig? Zu viel? Ich ziehe den Reißverschluss zu.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema: Ich bin ab heute für einen Monat weg, auf Reisen. Mit einigen Freunden fliege ich für vier Wochen nach Indonesien, vor allem sehen wir Bali, Lombok und die Gili-Inseln. Ich bin unglaublich gespannt und voller freudiger Spannung auf diesen Monat, diesen September 2017. Das nächste Abenteuer, es geht los…

Wenn ihr immer auf dem Laufenden bleiben und mit vielen Reisefotos versorgt werden wollt, folgt mir gerne auf Instagram (@anna_jkb).

 

Bild: Benjamin Voros via Unsplash

2 Comments

  1. Anna says:

    Ich kann dein Gefühl zu 100% nachvollziehen, das kenne ich so gut! Ich bin gespannt, wie dein Monat aussehen wird! Genieß die Zeit!

    Liebe Grüße

    1. ANNA says:

      Danke, liebe Anna! <3

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