Wie es sich anfühlt, plötzlich alleine zu wohnen

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Plötzlich allein wohnen. Es gab in diesem Zusammenhang so viele Momente, auf die ich lange hingefiebert hatte – und dann waren sie so plötzlich da und noch viel schneller wieder vorbei. Als wären sie gar nicht so wichtig gewesen, flüchtig, Routine. Wie der, in dem ich das erste Mal den Schlüssel in den Händen halte. Das erste Mal die Tür von innen schließe. Das erste Mal die Wände streiche, laut Musik höre, koche oder an meinem eigenen Esstisch frühstücke. Doch all diese Momente fühlten sich gar nicht so spektakulär an. Sie waren da und verschwanden. Nur ich blieb hier, mit dem verhassten Papierkram, den vielen Einrichtungsideen und -wünschen. Fing einfach mal an, mit dem Alleinewohnen. Aber eine Sache blieb: Dieses neue Gefühl, warm und tief im Innern, dass ich für diesen kleinen Fleck Erde ganz alleine verantwortlich bin.

Es ist, als hätte ich einen Ort, an dem ich sicher Ruhe finden, mich konzentrieren und einfach nur ich sein kann. Egal ob ich durch die Wohnung tanze oder Netflix im Bett sehe – nur ich weiß davon. Das ist irgendwie schön, Geheimnisse für sich selbst zu haben. Sich selbst noch besser kennenzulernen. Und trotzdem immer wieder alle Menschen zu mir einladen zu können, mit denen ich so gerne Zeit verbringe. Von Anfang an waren die wenigen Quadrameter schließlich mit Gesprächen gefüllt, mit Lachen, dem Geruch von gemeinsamen Kochabenden und Kaffeenachmittagen.

Schuhschrank & Spiegel: Vintage | Kleiderstange*: Rod & Knot via Amazon | Lampe: Ikea

 Doch ich weiß, wenn diese Tür hinter mir zu fällt, bin ich ganz alleine. Kann nur für mich sein. Und das ist ein sehr schönes Gefühl. Nach und nach merke ich, wie jede einzelne Ecke der Wohnung mehr von mir gefüllt wird, mehr nach mir aussieht. Das erste Projekt war der Flur: Holz, Kupfer und vielleicht ab und zu ein paar dunkelgrüne Akzente. Das war in etwa das Farbkonzept, das mir vorschwebte und letztes Wochenende habe ich es (dank handwerklich begabter Hilfe) endlich realisieren können. Bestimmt gefällt es nicht allen Leuten da draußen. Aber mir – und auch das ist ein gutes Gefühl.

Zu meiner Einrichtung: Den Schuhschrank und den Spiegel habe ich von meiner Vormieterin übernommen, die Lampe ist von Ikea. Die hängende Kleiderstange wurde mir netterweise als PR-Sample von Rod&Knot zur Verfügung gestellt – einem deutschen Start-up, das ich sehr gerne unterstütze. Alle Produkte werden aus natürlichen Materialien in Deutschland und insbesondere in Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten produziert. Die Kleiderstange könnt ihr hier auf Amazon bestellen.

* PR-Sample

5 Comments

  1. Fashionqueens Diary says:

    Das erste Mal allein wohnen: Ich weiß auch noch, wie euphorisch ich damals war. Im Nachgang muss ich sagen, dass ich vielleicht in meinem Leben nur rund ein Jahr allein gelebt habe (dann mit meinem Partner zusammen) und ich das alleine sein an vielen Tagen nicht richtig genießen konnte. Ich habe mich trotz Freunden und Familie oft allein gefühlt und bin froh, dass ich diese Zeit hinter mir habe.

    1. ANNA says:

      Schade, dass du schlechte Erfahrungen mit dem Alleinwohnen gemacht hast. Vielleicht ist das Typ-Sache, vielleicht aber auch nur eine Frage der Einstellung – schließlich liegt ein großer Unterschied zwischen dem Alleinsein und dem Gefühl, einsam zu sein :)
      Ganz liebe Grüße an dich <3

  2. Helin says:

    Du hast das Gefühl sehr gut beschrieben :). Ich wohne zwar in einer WG aber auch hier hab ich sehr oft Momente für mich alleine. Der eigene Horizont wird auf jeden Fall sehr erweitert und man wird selbstbewusster weil man erkennt, dass man alleine ja überleben kann :) Liebe Grüße

    1. ANNA says:

      Ein guter Ausgleich ist meiner Meinung nach einfach wichtig – es ist ja auch super schön Leute um sich zu haben z.B. in einer tollen WG! Hört sich toll an bei dir :)

  3. Podcast #3: Ausziehen & alleine wohnen | kurz durchdacht says:

    […] unseren Auszug erlebt haben. Katja wohnt in einer WG in Leipzig, ich seit circa zwei Monaten in meiner eigenen, kleinen Wohnung hier in München. Unser Alltag unterscheidet sich gerade sehr, deswegen sehen wir von zwei verschiedenen […]

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