10 Sätze, die wir während unserem Roadtrip in Neuseeland (zu) oft gesagt haben

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Vier Wochen sind um und wir schon mitten in unserem nächsten Abenteuer: Australien. Auch wenn die beiden Länder nicht weit voneinander entfernt sind, wartet hier sicher wieder ein kleiner Kultur- und Wetterschock auf uns. An einige Sachen hatten wir uns im Land der Kiwis nämlich schon ganz schön gewöhnt. Rückblickend habe ich ein paar Sätze gesammelt, die uns in dem Monat ziemlich oft über die Lippen kamen – und dabei sehr viel über das Land am anderen Ende der Welt aussagen.

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1. “Wo ist die nächste Tankstelle?”

Besonders auf der Südinsel sind die Strecken zwischen den einzelnen Städtchen sehr lang und auch nicht in jeder von diesen befindet sich eine Tankstelle. Aus diesem Grund sind wir das ein oder andere Mal ganz schön ins Schwitzen gekommen, als sich der Zeiger der Tankanzeige schon gewaltig nach links gebeugt hat. Bisher konnten wir allerdings immer noch rechtzeitig Benzin auftreiben und mussten nie irgendwelche Abschleppdienste in Anspruch nehmen.

2. “Oh, Schafe!”

Wer schon einmal in Neuseeland war, weiß, dass man hier um Einiges mehr Schafe als Menschen antrifft. Beim Stehen, Schlafen oder Fressen – die Wollknäule auf vier Beinen sieht man hier wirklich ständig. Während wir am Anfang unserer Reise immer nur schon von der reinen Anwesenheit der süßem Vierbeiner beeindruckt waren, studierten wir am Ende eher ihr Fressverhalten oder ihre interessierten Blicke, die sie unserem Camper hinterher warfen.

3. “Ja, ich hätte schon noch mal runter schalten können…”

Geschätzte fünfzig Prozent der Straßen in Neuseeland sind extrem kurvig und gehen dazu noch bergauf oder -ab. Und ja, was soll ich sagen – manchmal brachten wir unseren guten, alten Camper doch ganz schön zum Brummen. Ist halt doch nicht mehr der Jüngste…

4. “Wieso überholen die denn immer alle?”

Teilweise zogen wir durchaus die ein oder andere Schlange an Autos hinter uns her. Einfach weil wir nicht schneller fahren konnten, wollten oder durften. Bei Wind und Regen wackelte der ganze Camper hin und her, bei jedem Schlagloch flog uns die halbe Küche um die Ohren und die Kurven nahm er auch nicht wirklich geschmeidig. Und naja, besonders schnell konnte man mit dem klapprigen Camper nun auch nicht beschleunigen. Kein Wunder also, dass hier immer mal wieder rechts jemand an uns vorbei zog. Als aber einmal sogar ein Laster uns unseren kleinen Camper überholte, zweifelten wir doch ganz kurz an unserem Fahrstil…

5. “Ein Supermarkt!”

Ein großes Gesprächsthema, wenn man von Campingplatz zu Campingplatz fährt: Was essen wir heute? Und egal, ob die Vorratskiste und der Magen gut gefüllt sind und der Geldbeutel leer – ein großer Supermarkt sorgte immer für einen Aufschrei und ein schnelles Blinken. “Da können wir bestimmt Geld sparen” oder “Wasser brauchen wir noch” waren dann die Ausreden. Im Einkaufskorb landeten dann irgendwie doch wieder Nutella, Kekse und diese leckere Nudelsoße…

6. “Und wo ist jetzt hier die Stadt?”

Eine Sache lernten wir in Neuseeland sehr schnell: Wenn etwas auf der Landkarte einen Namen hat, bedeutet das überhaupt nichts. Oftmals fuhren wir ziemlich lange und hofften darauf, in der nächsten Stadt vielleicht eine Tankstelle (siehe Punkt 1) oder einen Supermarkt (siehe Punkt 5) zu finden. Viel zu oft bestand die besagte Stadt dann aber nur aus einem heruntergekommenen Hotel und ein bis zwei Häusern.

7. “Meinst du, man kann das wirklich noch essen?”

In unserem Camper befand sich zwar ein Kühlschrank – genutzt haben wir ihn aber nicht. Erstens schreckte uns eindeutig der Gestank aus dessen Innerem ab, zweitens verstanden wir nicht ganz, wann und wie lange wir ihn wirklich anlassen konnten. Auf jeden Fall gab es dadurch einige Unklarheiten darüber, ob bestimmte Lebensmittel noch essbar waren oder nicht. Von verschimmeltem Toastbrot bis hin zu saurer Milch – in diesem Urlaub nahmen wir leider einige Sachen zu uns, auf die wir sehr gerne verzichtet hätten.

8. “DAS ist der perfekte Roadtripsong!”

Wirklich einig sind wir uns darüber immer noch nicht…

9. “Sicher, dass das Navi funktioniert?”

Teilweise führte uns das gute Teil nämlich über Wege, die nur sehr entfernt an Straßen erinnerten und an Orte, von denen wir noch nie etwas gehört hatten. Vieles davon war nicht sehr vertrauenserweckend und wir hofften einige Male, dass wir die Zivilisation bald wieder erreichen würden. Im Großen und Ganzen waren wir aber im Endeffekt sehr froh, diesen sehr nützlichen Begleiter an unserer Seite gehabt zu haben.

10. “Halten wir hier an!”

Ganz einfach, weil Neuseeland so viele wunderschöne Orte zu bieten hat. Und weil sich nach jeder Kurve ein neuer davon verbergen kann. Gerade noch in einer Art Regenwald, wartet am Ende der Straße ein faszinierender Strand oder eine raue Berglandschaft. Egal ob für ein Foto oder um einfach zu genießen – wir schmissen in den vier Wochen häufig den Blinker an, um ganz spontan am Straßenrand stehen zu bleiben.

2 Comments

  1. Katja Heinemann says:

    Oh man, ich will auch endlich dort sein. Deine Beiträge über das andere Ende der Welt sind wirklich schön und wecken jede Menge Vorfreude in mir. Ich wünsche dir noch eine wundervolle Zeit dort und freue mich schon über weiter Tipps und Erlebnisse von dir :)
    Liebst, Katja

  2. Isabel says:

    Ich will wieder zurück :D
    Zum Glück hatten wir auch nie Probleme mit dem Tankstelle finden.
    Und ohne Navi in Neuseeland? Wir wären aufgeschmissen gewesen :D
    Von daher sind wir auch froh, dass wir eins dabei hatten.

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