Interrail: Follow me around

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So, ich bin wieder zurück und habe ganz viel im Gepäck für euch! Heute gibt es erstmal eine Art „Follow-me-around“ mit kleinen Schnipseln aus meinem Reisetagebuch und ein paar Fotos, um euch einen kleinen Einblick in unser Interrail-Reiseleben zu geben.

18.07.2015, Amsterdam

Die Haare vom Fahrtwind zerzaust, die Sonnenbrille auf der Nase, den Stoffbeutel auf dem Rücken. Der dünne Lenker mit dem leicht abgekratzten Lack zittert, als wir über das viele Kopfsteinpflaster fahren. Überall Fahrräder, lautes Klingeln rechts und links, rote Ampeln, Freiheit im Bauch.

interrailreise

20.07.2015, Paris Montmartre

Mit einem lauten Klicken öffnet sich die Tür der Metro und wir gehen zusammen mit einigen anderen Menschen durch den Tunnel, die Rolltreppe hoch, an die frische Luft.
Werden durch die kleinen Gassen getrieben, rechts und links schnelle französische Wortwechsel, dramatische Gesten. Schlendern immer weiter, bis wir das Ziel der Menschenmenge entdecken: Sacré Coeur. Beeindruckt steigen wir die vielen Stufen nach oben und setzen uns mir unseren gerade gekauften Crêpes auf die Stufen, während wir einem Straßenkonzert lauschen und den unfassbar schönen Ausblick genießen.

21.07.2015, Gare d´Austerlitz Paris

Völlig außer Atem stürmen wir in den Waggon, mit dem tonnenschweren Rucksack auf dem Rücken und brennenden und schmerzenden Füßen.
Erleichtert, doch noch unsere Plätze gefunden zu haben, steigen wir in die unfassbar enge und kleine Schlafkabine. Schnell verlassen wir diese aber wieder und setzen uns stattdessen dorthin, wo normalerweise Fahrräder abgestellt werden. Durch ein kleines Fenster zieht frische Luft zischend ein, wir teilen uns ein Baguette mit salziger Butter und nehmen damit das letzte bisschen Paris in uns auf.

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22.07.2015, Barcelona

Die Klamotten kleben an der Haut, der Kopf schwirrt von der drückenden, schwülen Hitze. Die sehr kurze Nacht in dem beklemmenden Schlafwagen steckt uns noch in den Knochen, dazu die Aussicht auf die nächsten vier Nächte in einem 16-Bett-Zimmer.
Und trotz allem überwiegt die Faszination für diese Stadt – als wir das schimmernde Meer, die hohen Wellen, den großen Hafen und die vielen Palmen mittendrin entdecken.

25.07.2015, eine kleine Tapasbar in Barcelona

Auf unserem Tisch viele kleine Teller mit unterschiedlichen, leckeren Tapas. Das Restaurant ist zwar sehr klein, aber nicht eng oder beklemmend, denn alle Fenster sind weit geöffnet und lassen die lauwarme Sommerluft hineinströmen. Es wird laut geredet, wild gestikuliert, gelacht und genussvoll gegessen.
Gerade habe ich meine letzte Postkarte geschrieben und merke, wie viel es bereits jetzt schon zu erzählen gibt…

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28.07.2015, Toulon

Die Steine, auf denen wir sitzen, sind noch warm von der Hitze des Tages, die leichte Meeresbrise zerzaust die salzigen Haare und die Sonne geht langsam über dem Wasser unter. Nicht glamourös, ohne großem Auftritt, sondern schlicht, simpel – und wunderschön. Nach und nach brechen wir uns etwas Baguette ab und genießen es mit dem Camembert und der Salami, die wir vorher noch schnell gekauft haben.
Einer der Momente, der sich einbrennt, eines der Gefühle, welches man für immer behalten möchte.

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01.08.2015, Siena

Wir schlendern durch die kleinen Gassen, werden wie von Zauberhand in wunderschöne Läden gezogen, beißen in überdimensionale Pizzastücke und schlecken Tonnen von unfassbar leckerem Eis.

02.08.2015, Florenz

Es ist der letzte Abend unserer Interrailreise und deswegen wird er noch einmal ganz besonders ausgekostet (im wahrsten Sinne des Wortes…): In einem kleinen Restaurant essen wir typisch italienisch und widerstehen nur knapp der Versuchung, die ganze Speisekarte zu bestellen. Dafür gönnen wir uns danach erstmal jeder 4 Kugeln Eis mit einem fetten Klecks Sahne und setzen uns auf einen schönen, weiten Platz, um einem Straßenmusiker zu lauschen.

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03.08.2015, irgendwo zwischen Bologna und Innsbruck

Auf was ich mich freue: mein Bett, die eigene Dusche, die Kaffeemaschine. Und trotzdem weiß ich, dass ich das ziemlich schnell wieder eintauschen würde für eine Zeit wie diese…

 

 

 

4 Comments

  1. Mara says:

    Das sieht nach einer wirklich genialen Zeit aus! Barcelona und Siena sind ja sowieso richtig tolle Städte und Florenz liebe ich auch! Das Bild ganz rechts unten auf der Brücke habe ich ebenfalls – bloß mit anderen Leuten drauf :D
    Und das Eis würde ich jetzt auch gerne haben, hier ist es grauenvoll heiß!

    Ganz liebe Grüße!

  2. Laura says:

    Wow, du bist ja richtig viel rumgekommen! Ich selbst war dieses Jahr auch schon in Paris und im September geht es noch nach Amsterdam. Barcelona ist auch wunderschön. Da war ich auf Abifahrt. :) Du hast dir also wirklich tolle Städte ausgesucht!

  3. Journeys // Amsterdam – says:

    […] der erste Stop auf unserer Interrail Reise. Nach einer 12-stündigen Busfahrt von München aus, vorbei an einigen Windmühlen und kleinen, […]

  4. Interrail – Kosten, Planung, Tipps says:

    […] den letzten Posts über unsere Interrail Reise ging aus den Kommentaren hervor, dass sich einige von euch sehr für diese Art des Reisens […]

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