Neuseelands Westküste (Von traumhaften Stränden, Gletschern und Regenwäldern)

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Nachdem wir mit der (etwas wackeligen und nicht sehr angenehmen) Fähre von Wellington aus auf der Südinsel angekommen waren, starteten wir in die zweite Hälfte unseres Neuseelandabenteuers. Unser Plan war es, die Westküste der Südinsel entlang zu fahren und hier einige der schönsten Strände Neuseelands zu entdecken. Leider machte uns das Wetter hier einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: Teilweise wurden wir von Platzregen überrascht und mussten Angst haben, dass unser Camper nachts von einem See mit Überwasser weggespült wird.
Dementsprechend sank natürlich unsere Lust auf Strandbesuche und wir zischten an diesen relativ schnell vorbei. Doch zum Glück wartete die Westküste noch mit ganz anderen Überraschungen auf uns: Während man gerade noch an schilfbedeckten Hügeln vor tiefblauem Meer vorbeifuhr, tauchte hinter der nächsten Biegung ein tiefer Regenwald oder ein Gletscher auf. Eine solche Vielfalt an atemberaubender Natur in so kurzem Abstand findet sich wahrscheinlich sehr selten.

Abel Tasman Nationalpark

Wie gerne hätten wir mehr von dem wunderschönen Nationalpark im Norden der Insel gesehen. Leider regnete es den ganzen Tag in Strömen und als wir in dem Park ankamen (nach einer halben Stunde Fahrt über einen sehr holprigen Schotterweg), kehrten wir relativ schneller wieder um (wieder eine halbe Stunde über den Schotterweg). Zum Glück sahen wir aus dem Auto heraus trotzdem etwas von der wunderschönen Natur und konnten dabei erahnen, wie toll es hier bei schönem Wetter gewesen wäre.

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Westport

In Westport hatten wir glücklicherweise wieder einige Stunden strahlenden Sonnenschein. Glitzerndes Meer, pure Natur und unendliche Weite. Und als wäre das noch nicht genug, konnte man hier eine Seerobbenkolonie beobachten, die sich hier angesiedelt hatte. Auf den dunkelgrauen Steinen waren sie aus der Ferne fast nicht zu erkennen, aber wenn man geduldig wartete, konnte man ab und zu eine an ihren Bewegungen erkennen.

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Pancake Rocks

Das Besondere an den “Pancake Rocks” ist, wie schwer zu erraten, ihre pfannkuchenartige Form. Sie erinnern mit ihren vielen Schichten an die Pancakes, die die Neuseeländer so gerne mit süßem Sirup zum Frühstück essen. Ein bisschen Sonnenschein begleitete uns auch hier und so genossen wir den schönen Rundweg um die beeindruckenden Felsen.

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Franz Josef Gletscher

Der Franz Josef Gletscher ist sehr bekannt und ein wahnsinniger Touristenmagnet. Das merkten wir auch sofort, als wir in das kleine Städtchen am Fuße des Gletschers fuhren. Leider sahen wir hier alles nur durch einen grauen Regenschleier und der Gletscher war nicht einmal zu erahnen. Zum Glück kennen wir als Bayern Berge und auch Gletscher ganz gut, somit schmerzte uns dieser “Verlust” nicht ganz so stark. Stattdessen gönnten wir uns einen Besuch in den “Hot Pools” und entspannten in heißem Wasser in einem kleinen Spa. So viel schlechter als eine 6-stündige (und überteuerte) Gletscherwanderung war das eigentlich gar nicht…

Haast Pass

Der Haast Pass trennt die Westküste von dem inneren Teil der Südinsel. Diesen überwanden wir bei strömendem Regen und sahen die beeindruckende Regenwaldlandschaft und anderen Naturspektakel leider nur in einer grauen Nebelsuppe. In dem letzten Städtchen vor der Passstraße, Haast, frühstückten wir noch in deprimierender Atmosphäre. Wahrscheinlich lag es an dem Regen und auch ein bisschen an der Abgeschiedenheit, aber die Leute in Haast kamen uns alle sehr unfreundlich und verbittert vor.westküste-neuseeland

Wir waren also nicht gerade traurig, als wir der Nebelsuppe und diesem tristen Städtchen endlich davon fahren konnten und hinter den Bergen mal wieder eine atemberaubende Landschaft auf uns wartete. Aber das erfahrt ihr in einem anderen Post…

3 Comments

  1. Tabea says:

    Hach, sind das schöne Fotos. Du machst mein Fernweh nicht gerade leichter zu ertragen ;)
    Aber immerhin habe ich heute angefangen, meinen Sommerurlaub zu planen – allerdings bleibe ich aus finanziellen Gründen wohl wieder in Deutschland.
    Liebe Grüße

  2. Caroline says:

    Hachja die Westküste mochten wir nicht wirklich, wir hatten auch nur Pech und kostenlose Campingplätze gibts sowieso nicht das war der nervigste Teil der Reise und wir waren so glücklich als wir damals endlich in Wanaka ankamen und somit die Westküste hinter uns lag!

  3. Sophia says:

    Hallo Anna, danke für deine tollen Eindrücke aus Neuseeland, also noch mal an dieser Stelle: Ich bin begeistert! Du hast einen tollen Blog und ich freue mich schon auf weitere Beiträge von dir :)

    Ganz liebe Grüße,
    Sophia

    http://www.simpulsant.com

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