Personal: Und die Welt dreht sich doch.

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Ich sehe uns, hier, in unserem Lieblingsrestaurant, die Pizza schon halb gegessen, die Gläser fast leer. Höre dir zu, lache, nicke, rede weiter. Und dann kommen wir mal wieder an diesen einen Punkt, dieses Thema, das uns seit über einem Jahr begleitet. Auf einmal können wir darüber lachen, und verwundert in die Vergangenheit blicken.

Ein halbes Jahr vorher:

Ich sehe uns, hier, in unserem Lieblingsrestaurant. Die Pizza gegessen, die Gläser geleert, ich denke über einen Nachtisch nach. Denn um den Punkt drehen wir uns seit Stunden – was sag ich, Wochen. Langsam frage ich mich, ob wir jemals wieder über irgendetwas anderes reden werden. Oder ob mache Dinge dich niemals loslassen.

Vielleicht liegt es auch nur daran, wie sehr du sie loslassen willst. Wie sehr du hoffst, wie stark du glaubst, wie weit du gehst. Ob du an Sachen festhältst – oder sie lieber schnell wegwirfst, sobald sie zu explodieren drohen. Manchmal denke ich, du quälst dich, mit Erinnerungen, Gedanken, Vergleichen. Dann wieder denke ich, vielleicht ist es auch einfach eine unbändige Stärke, so sehr an etwas zu glauben.

Ich dachte die ganze Zeit, wir drehen uns nur im Kreis. Habe mich gefragt, ob wir jemals wieder über etwas anderes reden werden, ob dies jemals kein Gesprächsthema mehr sein wird.

Und ohne es zu merken, sitzen wir hier. In unserem Lieblingsrestaurant. Sprechen über andere Dinge, haben die alten fast hinter uns gelassen, haben uns weitergedreht.

 

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