The perks of being a wallflower: movie vs. book

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Als  ich die Review von Stef über ” The perks of being a wallflower” gelesen hatte, musste ich mir das Buch einfach kaufen. Sie empfahl, es  auf Englisch zu lesen und so reizte es mich auch mehr, da ich den “originalen” Schreibstil des Autors erleben wollte, was bei einem Buch wie diesem besser ist, wie ich finde.
Es kam also an und war innerhalb einiger Tage durchgelesen. Ich habe mich oft wirklich zusammengerissen, damit ich nicht weiter lese, weil ich mir es aufsparen wollte und jede einzelne Seite auch begreifen wollte. In dem Buch werden oft Sätze, Gedanken in den Raum geworfen, die völlig absurd und doch so intelligent sind, dass man erst einmal eine Weile darüber nachdenken muss, wie das jetzt gemeint ist und was der tiefe Sinn dahinter ist. Wenn man das dann herausgefunden hat, schlägt der Gedanke ein wie ein Blitz, man hat auf einmal das Gefühl, man hat etwas Wichtiges vom Leben verstanden, obwohl es nur ein kleiner Gedanke eines einsamen Mauerblümchens ohne Lebenserfahrung aus einem Buch ist.
“Du siehst und du verstehst.- Du bist ein Mauerblümchen.”, so wird Charlie, die Hauptperson im Film beschrieben. Er hat ein schlimmes letztes Jahr hinter sich, sein bester Freund hat sich erschossen und er plagt sich schon seit Jahren mit dem Gedanken herum, dass er die Schuld am Tod seiner Tante trägt. Deswegen kam er in psychische Behandlung, unter anderem auch weil er Halluzinationen hatte, in denen er seine Tante sieht, die ihn auch immer wieder an “ihr kleines Geheimnis” erinnert, die Vergewaltigung an ihn. Trotzdem hat er seine Tante geliebt und ihr Tod war ein schwerer Schock für ihn. Das alles und sein Leben ohne Freunde lässt ihn einsam werden.
Aber Charlie ist ein intelligenter Junge, jemand, der sein Umfeld beobachtet und daraus lernt. Er nimmt seinen ganzen Mut zusammen und setzt sich bei einem Footballspiel neben den extrovertierten Patrick, der ihn sofort seiner Stiefschwester Sam vorstellt. Die beiden sind unzertrennlich und nehmen Charlie mit in ihre Welt. Auf einmal blüht er auf, sie lassen ihn teilhaben an ihrem Leben, erzählen sich ihre Geheimnisse, helfen sich gegeneinander die Welt, das Leben zu verstehen.

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Die Szene aus dem Film zeigt so gut die Gefühle des ganzen Buches, Freiheit, Glück und auch Melancholie. Das Buch ist so wunderbar geschrieben, es sind Briefe von Charlie an einen Unbekannten. Jemanden, den er durch Zufall ausgewählt hat und an den er Briefe ohne Absender schickt und ihm von seinem Leben erzählt um es sich selber begreiflich zu machen. Er versucht seine Rolle im Leben zu finden, seinen Sinn.

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Man kann sich so gut in Charlie hineinversetzen, diesen romantischen, stillen Träumer, der das Leben in einer so schönen Weise betrachtet, obwohl er so viel Schreckliches erlebt hat. Der eigentlich schwach und klein wirkt, aber immer wieder Stärke beweist. Der die Liebe auf eine schöne und doch schmerzvolle Art erlebt. Der Charlie, der ein ganzes Jahr lang Briefe an einen Unbekannten schreibt und darin sein ganzes wundervoll traurig schönes Leben erzählt.

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Insgesamt kann ich euch allerdings das Buch mehr ans Herz legen als den Film. Er ist auch recht gut gemacht, aber er bringt die Gefühle, Empfindungen nicht so gut und vor allem realistisch rüber wie das Buch. Dort ist Charlie die Hauptperson,  man weiß wer er ist, man kann fühlen wie er. Der Film ist mir ein bisschen zu viel im “amerikanischen Stil” gedreht, also zu viel High-School-Probleme-Film und weniger diese ganz besondere Geschichte von einem ganz besonderen Jungen.

 

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